Kontext

Soziale Teilhabe gestalten

Wie lassen sich städtische Räume und die gebaute Umwelt so gestalten, dass sie alle Menschen einschließen, Teilhabe und Aneignung befähigen und gerechte ökonomische Verhältnisse fördern?

Weit über DIN-Normen zur Barrierefreiheit oder nutzungsoffene Entwurfsansätze hinaus ist Inklusion eine sehr vielschichtige Aufgabe. Die Auseinandersetzung mit Ursachen und Formen ausgrenzender Architektur und Stadtplanung, das Bewusstsein für die zahlreichen Möglichkeiten einer inklusiven Gestaltung und vor allem der Blick auf inspirierende Beispiele standen Ende November in Wien bei der dritten Ausgabe der Eventreihe „Rethink“ im Mittelpunkt.

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Transformation gestalten

Wenn kleine Schritte große Wirkung haben: Als noch vor wenigen Jahren die Vertreterinnen des Büros LXSY Architektur beim Innenausbau des Impact Hub Berlin at CRCLR-House in Berlin-Neukölln den Kreislaufgedanken durchexerzierten, seien sie fast ein bisschen belächelt worden, erzählt Mitgründerin Margit Sichrovsky an einem Sommerabend 2025 in München. Materiallager einrichten, wiederverwendete Bauteile einsetzen oder Prototypen aus vorhandenen Komponenten entwickeln, all das war im großen Maßstab noch selten erprobt. Heute ist Zirkuläres Bauen aber keine Nische mehr, sondern Notwendigkeit.

Zu einem Vortrags- und Diskussionsabend über Facetten, Hürden, Vorreiterprojekte und Weitblick in der aktuellen Baupraxis trafen am 23. Juli am Münchner Standort von Dietrich Untertrifaller Mitarbeitende auf Kolleginnen und Freunde, die sich in ihrem Arbeitsalltag nicht nur der klassischen Baukunst widmen, sondern auch die nachhaltige Transformation ein Stück weit vorantreiben wollen.

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Abriss überdenken

"Vive la Renovation!“ Mit diesem Slogan beendet Verena Konrad im Bregenzer Büro von Dietrich Untertrifaller einen mitreißenden Vortrag zu HouseEurope!. Die Direktorin des vai – Vorarlberger Architektur Instituts ist Mitinitiatorin und Organisatorin für Österreich der laufenden, EU-weiten Bürgerinitiative. Damit wird erstmalig auf höchster politischer Ebene die Abbruchpraxis im Bauwesen thematisiert, hinterfragt und um Gesetzesvorschläge ergänzt. Denn für die meisten steht fest: Der Erhaltungswert von Bestand muss weit über die Fachwelt hinaus erkannt, Abriss hingegen dringend überdacht werden.

Überdenken? Dafür steht das englische Wort Rethink. Nicht nur zufällig lautet so auch der Name einer neuen hybriden Veranstaltungsreihe, die das Team von Dietrich Untertrifaller initiiert und am Weltreyclingtag, den 18. März 2025 lanciert hat.

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Bedeutung von Ort und Handwerk

Die Region Vorarlberg und der Bregenzerwald prägen die Identität von Dietrich Untertrifaller. Jedes Projekt, das wir ins Leben rufen, trägt ein Stück dieser Identität in sich. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Handwerk – nicht nur im Sinne von Fähigkeiten und Qualitäten, sondern im Sinne von Haltung und Wertschätzung gegenüber dem Kontext, den Ressourcen und der Zusammenarbeit.

In dieser Hinsicht symbolisiert Vorarlberg weit mehr als nur den Anfang unserer Geschichte. Vorarlberg ist auch eine Art Laborschule für uns. Jeder ist das Produkt seines Umfeldes. Man befruchtet sich gegenseitig durch den respektvollen Umgang, durch das gemeinsame Gespräch und den Austausch auf Augenhöhe. Der darin liegende Anspruch an sich und andere ist eine Konstante in unserer Architektur und Gesinnung.

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Migrationsräume

Ein Dialog zwischen Migration und multikulturellen Räumen

Noch nie war die Zahl der Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, so hoch wie heute. Diese Flucht hat viele Gründe: Perspektivlosigkeit und Armut, Ethnie und Religion, Gewalt und Krieg, Diskriminierung und Verfolgung, Klimawandel und Umweltzerstörung.

Laut dem aktuellen Global Trends Report vom UNHCR waren Ende 2023 weltweit 117,3 Millionen Menschen auf der Flucht – und somit 8,8 Millionen Menschen (oder 8 Prozent) mehr als noch Ende 2022.

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Offenheit, Neugier und voneinander Lernen

Als Schüler der Europäischen Schule Brüssel in den 1960er und 1970er Jahren wurde mir in der Oberstufe bewusst, dass fast alle Lehrer der Kriegsgeneration angehörten und sich besonders deswegen von viel Idealismus und großer Toleranz geleitet, in dieser neu gegründeten ersten Europäischen Schule gemeinsam der Idee eines vereinten Europas verschrieben und sich dafür mit ganzer Kraft einsetzten: Öffnung, Neugier, Voreinander lernen in einem bescheidenen Rahmen trotz aller zu der Zeit noch vorhandenen Ressentiments.

Diese Erinnerungen wurden wieder wach, als mir durch das lange Gespräch unter Mitarbeiter:innen ein Einblick in das Büro Dietrich Untertrifaller gewährt wurde. Denn ich war beeindruckt mit welcher Selbstverständlichkeit an den verschiedenen Standorten in Europa auf Unterschiede eingegangen und mit allen Partnern nach Lösungen gesucht wird - und natürlich auch von der Arbeit im Team der Mitarbeiter:innen aus aller Welt.

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