Bausysteme
Der Schulterschluss von Planenden und Herstellern im seriellen Bauen wird in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren zunehmend perfektioniert. Für Bauherren liest sich die Liste von Vorteilen wie ein Erfolgsrezept:
• Kostensicherheit und -effizienz
• Bauzeitminimierung
• weniger Ressourcenverbrauch und Abfall
• Nutzungsflexibilität durch nachträgliche Anpassung und Reparierbarkeit von Gebäuden
Ein Material gewinnt im Kontext vorgefertigter Bauweisen in den letzten Jahren am meisten Beachtung, und das ist der Holzbau. Hier lässt sich die Liste um einige Punkte verlängern:
• CO2-Reduktion durch einen nachwachsenden Rohstoff
• hoher Vorfertigungsgrad
• geringes Gewicht bei hoher Tragfähigkeit der Konstruktion
• Kreislauffähigkeit durch möglichen Rückbau und sortenreine Trennung
• erleichterte Genehmigungen etwa beim Brandschutz durch standardisierte Produktion und somit auch der
• Einsatz in höheren Gebäudeklassen
Nicht zuletzt eignet sich das Material für den Bestandsbau, sei es für Erweiterungen, bei der seriellen Sanierung oder etwa bei Aufstockungen als behutsame Nachverdichtung im urbanen Raum.
Vom Bauteil bis zum Wohnmodul: Vorgefertigte, elementierte Bauweisen gelten als probates Mittel, um die Hürden der letzten Jahre in der Baubranche zu überwinden: Knappe Ressourcen, Fachkräftemangel und Teuerung von Material gelten nach wie vor als stärkste Bremsen bei der Erreichung von Zielzahlen und Neugenerierung von Raum.
Die seit dem frühen 20. Jahrhundert aufgekommene Praxis, Architektur im industriellen Maßstab zu denken, hat längst das negative Image von Plattenbauten und Containerstapel überwunden. Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Im Werk vorgefertigte Elemente sind keine Massenware, sondern individuell konzipierte Systeme, die vorausschauend geplant, intelligent gefügt und gestalterisch vielfältig, in einem digitalen Prozess von der Idee bis zur Wiederverwendung gedacht sind.