Mensch

Wohnen im Umbruch – Das Erbe des Einfamilienhauses

Kaum eine Wohnform ist in unseren kollektiven Vorstellungen so fest verwurzelt wie das Einfamilienhaus. Es steht für Freiheit, Geborgenheit und Selbstverwirklichung – vor allem im Westen Österreichs, etwa in Vorarlberg, wo das sprichwörtliche "Schaffa, schaffa, Hüsle baua" nicht etwa verklungen ist, sondern vielerorts noch immer als Lebensentwurf gilt und als Erfolgsmodell beworben wird.

Doch genau hier setzt die Kritik an: Während Fachkreise zunehmend ein Umdenken einfordern, bleibt das Einfamilienhaus gesellschaftlich wie ökonomisch stark verankert – mit teils problematischen Folgen. Im Rahmen unserer Forschungslabore "F-Lab" haben Mitarbeiter:innen unseres Bregenzer Büros die Studie "Das Erbe des Einfamilienhauses" erarbeitet. Der Beitrag schafft Raum für Reflexion, Kritik und neue Perspektiven auf eine Wohnform im Spannungsfeld zwischen Ideal und Realität.

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Von der sozialen Verantwortung und warum wir Kommunikationsorte brauchen

Haben wir als Architekturschaffende eigentlich eine soziale Verantwortung? Und nehmen wir sie wahr? Wenn wir uns mit einer Bauaufgabe beschäftigen, sind wir zunächst mit dem "Wie?“ konfrontiert: Wie schaffe ich es, eine gewisse Anzahl von Menschen in einem vorgegebenen Raum unterzubringen? Bei dieser Frage handeln wir weder ethisch noch kommen wir einer gesellschaftlichen Verantwortung nach. Erst bei den Fragen "Für wen?“ "Was können wir verändern?“ nehmen wir die Perspektive der Nutzer:innen ein und denken über moralische Prinzipien nach.

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Lebensraum für alle

Wenn es ums Wohnen geht, werden die Grundbedürfnisse einer Gesellschaft berührt. Und dazu gehört ein leistbarer und qualitativer Wohnraum genauso wie ein öffentlicher Raum. Es ist somit die Pflicht von uns allen, dafür Sorge zu tragen, dass jeder Mensch – unabhängig von seiner finanziellen Lage – sein Recht auf einen guten Lebensraum bekommt. Dafür braucht es in erster Linie Vielfalt auf unterschiedlichsten Ebenen – am besten durch die staatliche Hand gefördert. Denn die Zeit der reinen Wohnbauten ist vorbei. Wir stricken unsere Stadt in Quartieren. Und wir entwickeln eine Vielfalt an Lebensräumen, in deren Mittelpunkt der Mensch steht.

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Raum für die Erwachsenen von morgen

Wie gestalten wir die Gesellschaft der Zukunft? Wie schaffen wir Orte, an denen unsere Kinder lernen und sich entfalten können? Das Schulsystem, in dem wir aufwachsen, ist von großer Bedeutung. Es prägt uns persönlich, formt uns als Menschen und formt so die Gesellschaft selbst. Ein gutes Schulsystem kann darüber hinaus dazu beitragen, Bildungschancen für alle zu bieten und soziale Unterschiede auszugleichen.

Wir brauchen Räume, die soziale Kompetenzen fördern, zur Selbstständigkeit anregen und Kindern und Jugendlichen dabei helfen, in einer Welt Orientierung zu finden, die sich immer rascher verändert. Kurz gesagt verstehen sich Bildungseinrichtungen heute als „Raum für Teams“ – ein in sich gut gegliedertes räumliches Gefüge, in dem die einzelnen Akteur:innen in verschiedenen Konstellationen zusammenarbeiten, verbunden mit Zonen des Rückzugs zur individuellen Konzentration oder Entspannung.

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Nutzerperspektive Lernwelten

In unserer Gesprächsreihe Nutzerperspektiven besuchen wir einige unserer Projekte und begegnen unseren Nutzer:innen in einem offenen Austausch, mit Blickwinkeln von der anderen Seite. Für uns ist es eine Gelegenheit, Erkenntnisse aus ihrem Alltag zu gewinnen. Was hat sich bewährt und was würden wir heute anders machen? Welche Emotionen löst ein Raum aus? Fühlen sich die Menschen wohl in unseren Gebäuden? Was gefällt ihnen, was würden sie sich noch zusätzlich wünschen?

Diese Reihe führte uns auch zu einem Ort, den wir alle kennen: die Schule. Weit mehr als ein Ort des Lernens ist sie Ort für sozialen Austausch und Wertebildung und spiegelt in gewisser Form unsere Gesellschaft wider. Kaum ein Gebäude verbindet Gemeinschaft und gebaute Umwelt so prägnant wie eine Schule. In unserem Gespräch mit der Volksschule Edlach in Dornbirn erzählen Lehrpersonal und Schüler:innen von ihrem Schulalltag und geben uns einen Einblick, wie sie ihre gebaute Umwelt wahrnehmen.

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Nutzerperspektive Arbeitswelten

In unserer Gesprächsreihe Nutzerperspektiven besuchen wir einige unserer Projekte, begegnen unseren Nutzer:innen in einem offenen Austausch und sammeln Erkenntnisse aus ihrem Alltag: Was hat sich bewährt und was würden wir heute anders machen? Welche Emotionen löst ein Raum aus? Wie wohl fühlen sich die Nutzer:innen? Was gefällt Ihnen, was würden sie sich noch zusätzlich wünschen?

Eines unserer Gespräche führte uns nach Klaus in Vorarlberg zum Sitz des weltweit tätigen Unternehmens Omicron. Martin Pfanner, der über viele Jahre das Unternehmen geleitet hat und heute als Produktmanager arbeitet, erzählte wie der Omicron Campus den Anspruch an Komfort, Nachhaltigkeit und Innovation erfüllt. Die Unternehmensphilosophie vom Gründer Rainer Aberer war von Anfang an die Basis aller Planungen.

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