Sportzentrum Gilles Boutantin, Cormeilles-en-Parisis (FR)
Neubau,
Holzbau
Auftraggeberin: Ville de Cormeilles-en-Parisis
Standort: F-95240 Cormeilles en Parisis, Rue de Saint-Germain
Architektur: Dietrich Untertrifaller
Wettbewerb: 2019, 1. Preis
Bauzeit: 2021 – 2023
Fläche: 4.414 m²
Programm: Sportzentrum mit zwei Sportplätzen und Nebenräumen sowie speziellen Sporthallen (Judo, Fuß- und Faustball, Krafttraining)
Fotos: Aldo Amoretti
Team
Laure Finck (Projektleitung), Clement Josse (Teamleitung), Iana Vicq (Projektleitung)
Text: Gerlinde Jüttner
Fachplanung
Statik: Bollinger Grohmann, Paris
Haustechnik: ALTO Ingénierie, Paris
Kosten: VPEAS, Paris
Dichtes Programm unter dynamischer Hülle
Gerade in Kleinstädten wie Cormeilles-en-Parisis, 17 km nordöstlich von Paris, spielt der Vereinssport eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben. Den lokalen Mannschaften, Freizeitsportler:innen und Schüler:innen bietet das neue Sportzentrum optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen. Das dichte Programm umfasst Wettkampfhalle, Mehrzweckhalle, Dojo und Faustballraum. Offen und zugleich schützend bringt die einheitliche und dynamische Hülle urbanen und menschlichen Maßstab in Einklang.
Die fließende Silhouette des Sportzentrums setzt mit ein markantes Zeichen am Ortseingang. Durch das abgesenkte Spielfeld konnten wir die Gebäudehöhe moderat halten. Geschickt gesetzte Knicke modulieren die Gebäudelänge, und aus dem bandförmigen Dach wird durch eine einfache Verdrehung ein attraktives Vordach, das sich schützend über Eingang und Vorplatz zieht.
Aluminium, Holz und viel Glas
Die Sporthalle besteht aus einer Holzkonstruktion mit einem zweigeschossigen Gebäudekern aus Stahlbeton. Die Gebäudehülle aus eloxiertem Aluminium trägt ebenso zur Integration in das Umfeld bei wie die hohe Transparenz, die Einblicke ins Innere und Ausblicke in die Umgebung ermöglicht. Auch das Dach ist mit Aluminium verkleidetet und wird so zur weithin sichtbaren fünften Fassade.
Dichtes Programm auf zwei Ebenen
Kluge räumliche Bezüge arrangieren das dichte Programm übersichtlich auf zwei Ebenen. Die großzügig verglaste Empfangshalle verbindet die Wettkampfhalle im Süden, die Mehrzweckhalle im Norden, das Dojo und den Faustballraum im Westen. Die Holzverkleidung an Decken und Wänden sowie das Tageslicht, das durch die raumhohen Verglasungen einströmt, verleihen den Räumen eine warme und freundliche Atmosphäre.
Die Begegnungszone im Empfangsbereich – Raum für informellen Austausch und geselliges Beisammensein – bietet einen Panoramablick auf die darunter liegende Wettkampfhalle und leitet die Zuschauer:innen direkt zu den Tribünen. Im Untergeschoss befinden sich ein zur Wettkampfhalle hin offener Kraftraum sowie die Umkleiden, Lager- und Technikräume.