Haus A, Dornbirn (AT)
Neubau,
Holzbau
Auftraggeber: Privat
Standort: A-6850 Dornbirn
Architektur: Dietrich Untertrifaller
Entwurf: Helmut Dietrich
Bauzeit: 2008 – 2009
Fläche: 252 m²
Programm: Einfamilienhaus aus Holz auf massivem Sockel
Fotos: Bruno Klomfar
Team
Eva Dorn, Felix Kruck, Peter Nussbaumer (Projektleitung)
Text: Gerlinde Jüttner
Fachplanung
Statik: Mader & Flatz, Bregenz
Haustechnik: teamgmi, Dornbirn
Elektrik: Hecht, Rankweil
Generalunternehmer: i+R Schertler-Alge, Lauterach
Auszeichnungen
- Häuser Award , Auszeichnung
- Holzbaupreis Vorarlberg, Auszeichnung
Zeitlose Schönheit in Holz
Auf einer Bergwiese oberhalb von Dornbirn bauten wir ein zeitlos schönes Haus in Holz und Glas. Traditionsbewusst und zugleich schnörkellos modern zeigt es Respekt vor der Landschaft, doch ohne falsches rustikales Flair. Mit seiner klaren Kubatur, dem flach geneigten Satteldach und seiner hölzernen Außenhaut fügt sich das Gebäude ebenso respektvoll und zurückhaltend in die umgebende Landschaft ein, wie die traditionellen Bauernhäuser in der Region.
Holz ist das bestimmende Material, innen wie außen. Die raumhoch verglasten Zimmer orientieren sich Richtung Südwesten zur schönen Aussicht auf die Landschaft und ins Tal. Ebenerdige Ausgänge führen auf die vorgelagerte Loggia, an die sich der Garten anschließt.
Handwerkliche Präzision
Das Haus ist am Ortsrand von Kehlegg, einem Weiler oberhalb von Dornbirn, an die Kante der steil nach Südwesten abfallenden Wiese gesetzt. Aus dieser Hanglage ergibt sich die Polarität zwischen der eingeschossigen Straßen- und der zweigeschossigen Talfassade ebenso wie die funktionale Gliederung in ein obenliegendes Wohn- und ein darunterliegendes Schlafgeschoss, das ebenerdig zum Garten liegt.
Welch großen Wert wir auf handwerkliche Präzision legen, lässt sich bereits an der Fassade ablesen: Ein Schirm aus horizontalen Weißtannenleisten umhüllt das Haus. Er umschließt Loggien sowie Außentreppe und überlagert sich mit den deckenhohen Glas- oder Holzwänden auf der Innenseite. So ergeben sich faszinierende Licht- und Schattenspiele, ein spannender Wechsel zwischen offenen und geschlossenen Flächen, freien Durchblicken auf die Landschaft und sichtgeschützten Bereichen.
Auf der Zufahrtsseite bildet das Haus mit der flachen Garage aus Sichtbeton einen dreieckigen Innenhof. Vom Entree aus führt eine einläufige Treppe in die untere Etage mit den privaten Rückzugsräumen der Eltern und Kinder.
Bereits beim Betreten des lang gestreckten Hauses erschließt sich dessen Grundriss: Die Wohnebene ist als zusammenhängender, ringsum verglaster Wohn-Essbereich ohne Zwischenwände gestaltet, nur durch den Kamin optisch zoniert. Am westlichen Ende des Gebäudes befindet sich eine barrierefreie Einliegerwohnung.